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Youth of Peace e.V.

17.10.2017

Die Kinoleinwand in Sanaa leuchtet wieder: mit „Bint“ und „Zafan“, zwei Filmen, die von Teams junger, kreativer vertriebener Jemenitinnen und Jemeniten produziert wurden. Sie haben extremen Bedingungen getrotzt, um das Filmemachen zu erlernen und verschiedene Facetten ihres vom Krieg zerrissenen Landes zu dokumentieren.

Die IOM, die UN-Organisation für Migration, ist eine Partnerschaft mit Youth of Peace (YoP) eingegangen, um einer Gruppe junger Menschen Schulungen zum Kapazitätsaufbau anzubieten. YoP ist eine lokale Nichtregierungsorganisation (NGO) im Jemen, die junge Menschen stärkt und für Initiativen der Friedensförderung mobilisiert.

Über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten erhielten zwölf junge Menschen, darunter Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete und Binnenvertriebene, eine Ausbildung und Begleitung im Bereich Dokumentarfilm. Dabei erwarben sie die Fähigkeiten, um zwei Filme zu produzieren.

„Zafan“, was im alten jemenitischen Dialekt „Tanz“ bedeutet, erzählt die Geschichte von vier jungen jemenitischen Breakdancern. Der Film zeigt die Herausforderungen, denen sie angesichts begrenzter Mittel und fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz auf ihrem Weg begegnen.

Die Partnerschaft der IOM mit YoP, einem Motor für die positive Integration junger Menschen, ermöglichte es, Jugendliche zusammenzubringen, die aus unterschiedlichen Gründen und aus verschiedenen Regionen des Jemen vertrieben wurden. Sie haben gemeinsam gelernt und gemeinsam gearbeitet, wodurch die sozialen Bindungen noch enger wurden.

Darüber hinaus hat das Projekt diese jungen Menschen mit dem wirkungsvollsten Instrument der Interessenvertretung ausgestattet: dem Filmemachen. IOM und YoP unterstützten die Jugendlichen dabei, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Um die Talente der jungen Filmschaffenden zu würdigen, besuchten hundert Gäste die von YoP in Sanaa organisierte Sondervorführung. Zum Publikum gehörten hochrangige Amtsträger, Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Nationen, Filmproduzenten sowie Unterstützerinnen und Unterstützer.

Das Projekt ist Teil der Jugendstrategie 2017 der IOM Jemen. Diese wurde entwickelt, um die Integration junger Menschen in die jemenitische Gesellschaft zu fördern. Ziel ist es, junge Menschen mit Fähigkeiten und Wissen auszustatten, ihre Stimmen zu stärken und ihre Beschäftigung zu fördern, als eine Säule der Friedensförderung.

„Bint“ (arabisch für „Mädchen“) thematisiert die Herausforderungen, mit denen Mädchen und Frauen im Jemen konfrontiert sind. Der Film deckt Geschlechterdiskriminierung auf und beleuchtet Frühverheiratung sowie die Träume von Mädchen und Frauen, im Ausland zu studieren und produktive Mitglieder ihrer Gesellschaft zu werden.

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